Video der BT-Anhörung

Noch immer gilt Haschisch in großen Kreisen als gefährliche Einstiegsdroge. Obwohl dies durch Langzeitstudien widerlegt wurde und eine Legalisierung dem Staat sowohl Unmengen an Steuergeldern einbringen und die Geschäfte der Mafia beeinträchtigen würde, weigern sich Politiker eine Legalisierung in Betracht zu ziehen.

Video über die Kleiber-Studie für das Gesundheitsministerium: Auswirkungen des Cannabiskonsums (D. Kleiber, K.A. Kovar), siehe auch Infos dazu bei CannabisLegal.de

Der Berliner Wissenschaftler Professor Dieter Kleiber vom Institut für Prävention und psychosoziale Gesundheitsforschung stellte diese Ergebnisse am Mittwoch am Rande einer Tagung der Fachhochschule Münster vor. Nach wie vor werde in den alten Bundesländern etwa dreimal so viel Haschisch geraucht wie in den neuen Bundesländern. Wirklich abhängig seien maximal zwei Prozent der regelmäßigen Cannabiskonsumenten.
Gefährdet sind nach Angaben Kleibers vor allem diejenigen, die im Alter von 14 bis 15 Jahren mit dem Haschisch-Rauchen angefangen haben. Diese Gruppe benutze das Rauschmittel häufig, um Probleme zu verdrängen. „Der Grund für die psychische Sucht liegt dann jedoch nicht bei der Droge, sondern im sozialen Umfeld der Jugendlichen“, sagte das Mitglied des Berliner Suchtbeirates. Haschisch und Marihuana seien weder Einstiegsdrogen noch leistungshemmend. Das habe eine Studie seines Institutes von 1991 bis 1997 ergeben.

Regierung hielt Zahlen lange zurück – Kritik und Zweifel

Mexiko-Stadt/Wien: Täglich steigt die Zahl der Opfer im Drogenkrieg von Mexiko – so auch am Mittwoch: In einem brennenden Fahrzeug vor einem Luxuseinkaufszentrum im Bezirk Santa Fe in Mexiko-Stadt wurden zwei enthauptete Leichen gefunden. Die abgetrennten Köpfe und ein Bekennerschreiben des Kartells Mano con Ojos lagen in der Nähe.

12.903 Menschen fielen dem Drogenkrieg in Mexiko in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 offiziell zum Opfer – elf Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2010, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch bekannt gab. Insgesamt sind es 47.515 Tote seit Ende 2006. Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen: Ihre Veröffentlichung erfolgte der New York Times zufolge erst, nachdem die mexikanische Agentur für Informationsfreiheit Druck auf die Regierung ausgeübt hatte.

Immer weiter so?

via derStandard

Weiter:

Michael Kleim im Interview mit Georg Wurth: Die heutige Drogenpolitik führt global zu einem Kampf mit harten Bandagen gegen Menschen – nicht gegen Drogen. Insbesondere legitimiert sie exzessive Menschenrechtsverstöße bis hin zu extralegalen Hinrichtungen und der Todesstrafe. Michael Kleim ist evangelischer Theologe, Seelsorger und Mitglied im Schildower Kreis, einem Netzwerk von Drogenexperten aus Wissenschaft und Praxis.

Weitere Videos und Texte von Michael Kleim:

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Er ist der erste Deutsche, der legal kiffen darf. Lars Scheimann hat Tourette und ist austherapiert. Vor Gericht hat er eine Ausnahmegenehmigung vom BtMG (Betäubungsmittelgesetz) erstritten und ist nun nahezu symptomfrei.

Kontakt zu Lars Scheimann: Doktor Hanf Webseite
Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin: http://www.cannabis-med.org/

Gesendet bei RTL Explosiv am 20.12.2010

Ciro P. aus Baden-Württemberg wurde von seiner Nachbarin bei der Polizei angeschwärzt. Nach einem Jahr Observation rückte die Polizei mit 6-7 Mann und Hunden an und führte eine Hausdurchsuchung durch. Der vermeintliche Anbau-Raum entpuppte sich als Kinderzimmer.

Gefunden wurden 4 g Cannabis und Bilder einer Pflanze, deren Anbau schon einige Jahr her war. Vor Gericht wurde Ciro erst zu 90, dann zu 60 und schlussendlich zu 45 Tagessätzen verurteilt. Der Staatsanwalt verlangte aufgrund der Nichteinsicht seiner Schuld ein möglichst hartes Urteil. Ciro weigerte sich, die verhängte Geldstrafe zu zahlen und ließ sich lieber 3 Woche inhaftieren. Sein Schaden durch das Cannabisverbot in diesem Fall: Mehrere Tausend Euro – und vom Schaden für die Allgemeinheit durch das gesamte Verfahren, vom Polizeieinsatz bis zu den Gerichts- und Haftkosten ist noch gar nicht die Rede…

Ein internationales Gremium aus 19 ehemaligen Spitzenpolitikern, Geschäftsleuten und Schriftstellern hält den weltweiten Kampf gegen Drogen für gescheitert – so wie ihn etwa die USA betreiben. Stattdessen wird eine staatliche Regulierung gefordert, vor allem bei Cannabis.

„Der jahrzehntelange Krieg gegen Drogen ist verloren und hat verheerende Folgen für Menschen rund um die Welt“, heißt es in einem Bericht der „Global Commission on Drug Policy“ – einer Privatinitiative.

Ab Minute 08:25 geht es in der ZDF-Sendung „heute nacht“ vom 18.01.2012 um Hanf als Medizin gegen Schmerzen. Ein umfangreicher Bericht über Günther Weiglein und seinen Fall vor dem Gericht um seinen Eigenbedarfsanbau. Er möchte sein Cannabis selbst anbauen, da es einfach herzustellen und er nicht bereit ist, einen Horrorpreis für den Stoff, der ihm ein menschenwürdiges Leben ermöglichst, hinzulegen. Die Krankenkasse, die eigentlich ein Interesse an der Arbeitsfähigkeit der Person Weiglein haben müsste, übernimmt die Kosten nicht. Interessant ist auch, dass die Drogenbeauftragte Dyckmans Hanf bislang für eine nicht zu unterschätzende Droge hielt. Jetzt sagt sie, es wäre ein Arzneimittel. Weiß die Dame überhaupt noch, was sie will?

Fakt ist: Cannabisblüten zu bekommen bedarf noch immer einer Ausnahmegenehmigung der Bundesopiumstelle. Diese muss man genau deswegen bekommen, da Cannabis eben nicht als Medikament eingestuft worden ist.

Wer Günther Weiglein bei seinem Fall unterstützen möchte: Er hat einen Spendenaufruf gestartet, einzusehen hier beim Hanfverband und für Facebookfreunde an dieser Stelle.

Ein Coffee Shop ist eine geduldete Verkaufsstelle sogenannter „weicher Drogen“ in den Niederlanden.
220px Coffee Shop Amsterdam Overtoom Sind Coffeeshops in den Niederlanden legal?

Nach wie vor ist, in Übereinstimmung mit dem UNO-Einheitsabkommen von 1961, der Handel und Besitz mancher Drogen illegal. Auf Empfehlung einer Kommission wurde der Regierung der Niederlande 1976 geraten, die Prioritäten der Polizei neu zu definieren, um diese zu entlasten. Mit der Reform des Opiumgesetzes wurde der Umgang mit weichen Drogen in den Niederlanden neu definiert. Nun wurde unter bestimmten Voraussetzungen auf eine Strafverfolgung verzichtet. Dennoch ist Cannabis, bzw. die Rauschprodukte daraus, illegal in den Niederlanden!

Weiter unten im Text geht es mit den Auflagen und den gesetzlichen Bestimmungen für Coffeeshops weiter:
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In einer öffentlichen Anhörung informieren sich die Mitglieder des Gesundheitsausschusses unter Vorsitz von Dr. Carola Reimann (SPD) am Mittwoch, 25. Januar 2012, ab 14 Uhr bei mehreren Experten über Folgen einer möglichen Legalisierung von Cannabis.

Hintergrund der 90-minütigen Sitzung im Anhörungssaal 3.101 des Berliner Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses ist ein Antrag der Fraktion Die Linke (17/7196). Die Sitzung wird live im Web-TV auf www.bundestag.de übertragen. Eine zeitversetzte Übertragung im Parlamentsfernsehen, im Web-TV und auf mobilen Endgeräten folgt ab 17 Uhr.

Linke: Eigenanbau von Cannabis erlauben

Die Linke fordert von der Bundesregierung die Vorlage eines Gesetzentwurfs, der den Besitz von bis zu 30 Gramm Cannabiserzeugnissen zum Eigengebrauch legalisiert. Während der Handel mit Cannabispflanzen und -produkten weiterhin untersagt bliebe, würde somit der Eigenanbau von Cannabispflanzen erlaubt.

Die Legalisierung des Eigenanbaus bildet auch die Grundlage für die von der Fraktion vorgeschlagenen Cannabis-Clubs. Diese sollen im Gesetz explizit als Möglichkeit genannt werden, den Eigenanbau der Pflanze an Außenstehende zu übertragen. Die Fraktion fordert, die Clubs als eingetragene Vereine zu organisieren, die überwiegend keine wirtschaftlichen Interessen verfolgen. Der Zugang zu den Räumlichkeiten solle dabei ausschließlich namentlich bekannten, volljährigen Mitgliedern gestattet sein.

Zeit: Mittwoch, 25. Januar 2012, 14 bis 15.30 Uhr
Ort:  Berlin, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Anhörungssaal 3.101

Interessierte Besucher können sich im Sekretariat des Ausschusses für Gesundheit mit Vor- und Zunamen, Geburtsdatum und Wohnort vorzugsweise per E-Mail (gesundheitsausschuss@bundestag.de) anmelden. Zur Sitzung muss ein Personaldokument mitgebracht werden.

Bild- und Tonberichterstatter können sich beim Pressereferat (Telefon: 030/227-32929 oder 32924) anmelden.

Liste der geladenen Sachverständigen

  • Dr. Klaus Behrendt, Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin e.V.
  • Hannelore Biniok, Oberstaatsanwältin, Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Gerhard Bühringer, Technische Universität Dresden
  • Dr. Raphael Gaßmann, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V.
  • Dr. Nicole Krumdiek, Universität Bremen
  • Jost Leune, Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. (fdr)
  • Jörn Patzak, Staatsanwalt, Staatsanwaltschaft Trier
  • Prof. Dr. Rainer Thomasius, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Georg Wurth, Deutscher Hanf Verband